Am 31.08.2008 haben wir den Zoologischen Garten Frankfurt am Main besucht.
Weltweit bekannt wurde diese Naturoase durch das Engagement seines legendären Direktors Professor Bernhard Grzimek (1909-1987). Der bedeutende Zoologe, Tierfilmer und Naturschützer baute den Zoo nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder auf und führte in seiner fast dreißigjährigen Arbeit (1945 bis 1974) eine beispielhafte moderne Tierhaltung ein. Grzimeks TV-Sendung „Ein Platz für Tiere“ machte den Zoologischen Garten Frankfurt in den 60er und 70er Jahren berühmt.
Der Frankfurter Zoo ist nicht nur der zweitälteste Zoo sondern auch eine der artenreichsten Zooanlagen Deutschlands, denn in ihm leben rund 4800 Tiere in 565 Arten. Mitten in der Stadt gelegen, beträgt die Fläche allerdings nur etwa 12 Hektar und so wird aus Platzgründen bewusst auf sehr große Tiere wie z.B. Elefanten verzichtet. Damit die anderen Tieren aber genug Platz und ein schönes zuhause haben, werden zurzeit viele Anlagen modernisiert und umgebaut, wie z.B. als wir dort waren gerade das Menschenaffenhaus mit den dazugehörigen Außenanlagen, genannt "Borgori-Wald"!
Bei unserem Zoobesuch konnten wir neben diesem Neubau auch andere Tieranlagen sehen. So gelangten wir gleich hinter dem Haupteingang zur „Bärenburg“ mit den Malaien- und Lippenbären. Außerdem gibt es im Zoo den 2001 eröffneten „Katzendschungel“. Er präsentiert Raubtiere in einer naturnahen Umgebung. Hier leben Tiger, Löwen und Rostkatzen. Leider waren die auf der Homepage angekündigten Nebelparder nicht mehr zu bewundern. Diese hatten, laut den Mitarbeiterinnen am Info-Stand, den Zoo schon vor einigen Wochen wieder verlassen. Schade!
Als nächstes gingen wir ins Nachttierhaus (Grzimekhaus), eines der größten seiner Art. Zu den Öffnungszeiten des Zoos ist es im Haus fast völlig dunkel, so dass wir die Tierwelt der Nacht beobachten konnten. Das Auge benötigt allerdings etwa Zeit, um sich an das schwache Licht zu gewöhnen und das Fotografieren (natürlich ohne Blitz aber leider auch ohne spezielle Ausrüstung) ist so gut wie unmöglich. Trotzdem konnten wir sehr schön Greifstachler, Schlankloris, Fledermäuse und viele andere nachtaktive Tiere, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt, beobachten. Ein gemächlicher Rundgang durch das beeindruckende Haus dauert fast eine Stunde - inklusive der folgenden Tagtierabteilung.
Sehenswert war auch das „Exotarium“, in dem wir Reptilien, Vögel, Insekten, Fische und Amphibien aus allen Kontinenten bestaunen konnten. Jedes Aquarium und jedes Terrarium zeigte dabei eine eigene Welt.
Interessant fanden wir ebenfalls die Vogelbüsche, die versteckt hinter einer hohen grünen Hecke lagen. Hier konnten wir zwischen freifliegenden Vögeln, von einer Voliere in die nächste spazieren. Neben den Vogelbüschen befanden sich die Vogelhallen. Hier waren neben den kleinsten und buntesten Vögel im Zoologischen Garten Frankfurt auch große Schuhschnäbel untergebracht. Weiter ging es in die Freifluganlage mit Rotohrbülbüls, Fasantauben und Mähnentauben. Neben den Vogelhallen befand sich auch noch die Eulentaiga. Hier waren die großen Schneeeulen und ihre kleinen Verwandten, die Sperbereulen zu sehen.
Daneben beherbergt Frankfurt noch viele andere Tiere, die zum Standardprogramm eines Zoos von Weltruf gehören. Hervorzuheben sind dabei die Robbenklippen, Kea- und Baumkänguru -Volieren, die Greifvogelvolieren, das Giraffenhaus, die Afrikasavanne mit Antilopen und Hyänenhunden, die Flamingolagune und Mähnenwölfe, um nur einige davon zu nennen.
Unsere schönsten Bilder findet ihr wie üblich in den Galerien, klickt dazu einfach auf die entsprechenden Felder links in der Leiste.
Die Veröffentlichung der Bilder geschieht mit freundlicher Genehmigung des Zoologischen Garten Frankfurt.
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