Wanderung im Schwalenberger Wald und Mörth
Am 04.08.2009 haben wir einen Wanderausflug auf dem lang- und breitgestreckten Bergrücken zwischen Schieder und Schwalenberg unternommen. Schieder-Schwalenberg ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Kreis Lippe. Der Schwalenberger Wald mit dem Mörth bildet dort rund die Hälfte der ca. 4.000ha großen Waldfläche, die eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete der Region ist. Auf seinem breiten Plateau befindet sich das „Mörth“, dessen namentliche Ableitung von „Moor“ auf das ehemalige Hochmoor hindeutet, das inzwischen trockengelegt und mit Nadelgehölzen aufgeforstet wurde.
In Schwalenberg gibt es mehrere gut ausgeschilderte Wanderwege u.a. auch den ca. 15,5km langen Rundwanderweg „Schwalenberger Wald und Mörth“, den wir uns vorgenommen haben. Ausgangspunkt für die Rundwege ist jeweils der Marktplatz von Schwalenberg. Schon von hier aus konnten wir auf dem Bergsporn die Burg Schwalenberg sehen. Die heutige Burg stammt überwiegend aus den Jahren 1627/28, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erneuert und wird nun als Restaurant und Hotel genutzt.
Der erste Abschnitt unseres Weges führte uns durch den historischen Stadtkern Schwalenbergs an mehreren sehenswerten Gebäuden, wie z.B. dem Alten Rathaus von 1579, vorbei. Ganz in der Nähe befindet sich auch der Volkwin-Brunnen, der um 1950 durch den Künstler Friedrich Eicke geschaffen wurde und als Endpunkt des Stadtwasserlaufs in Schwalenberg gilt. Unser Fußweg führte uns weiter stadtauswärts, rund 3000m auf schlecht geteerten, beschwerlich zu gehenden und auch recht eintönigen Wegen munter bergauf, galt es doch eine Höhe von 200m zu überwinden. Der Parkplatz an einer Grillhütte am Stadtrand liegt auf 240m üNN und das Plateau am Mörth hat immerhin eine Höhe von 446m üNN. Die einzige Aufmunterung auf dieser anstrengenden Strecke waren einige bunte Schmetterlinge am Wegesrand….
Unser erster Zwischenstopp, bei dem wir eine kurze Pause einlegten, war die Hütte „Waidmannsheil“, die auf einer großen Lichtung steht. Frisch gestärkt ging es ein kurzes Stück weiter durch den Wald bis zu einer Abzweigung Richtung „Seerosenteich“. Diesen kleinen Umweg nahmen wir dann gerne in Kauf, denn der durch die Forstämter als Löschteich für Waldbrände angelegte Teich steht in den Sommermonaten, während der Blütezeit der Seerosen, in voller Pracht. Wieder zurück auf dem eigentlichen Wanderweg, der immer noch geteert, aber zum Glück nicht mehr in ganz so schlechtem Zustand war, wanderten wir noch eine kleinere Etappe ohne weiteren Anstieg durch das Mörth. Dann endlich durften wir den befestigten Forstweg verlassen und auf einem schmalen Pfad bergab marschieren. Diese offizielle Abkürzung war eine Wohltat für unsere Füße, denn wir marschierten nun (wenn auch nur ein kurzes Stück) auf herrlichem Waldboden.
Wieder auf dem asphaltierten Forstweg angelangt, hatten wir dann nach ein paar hundert Meter unseren zweiten Zwischenstopp, die „Birkenhütte“, in Sichtweite. Doch hier wollten wir dann doch lieber nicht rasten, denn es wimmelte nur so von Waldameisen…