Besichtigung des Deutschen Bergbau - Museums in Bochum
Am 08.08.2008 waren wir auf einer Besichtigungstour im Deutschen Bergbau -Museum in Bochum. Mit einer Ausstellungsfläche von ungefähr 12.000 qm und einem 2,5 km langen Streckennetz im Anschauungsbergwerk, ist das im Jahre 1930 gegründete Museum heute das bedeutendste Bergbau - Museum der Welt. Der einzigartige Charakter des Deutschen Bergbau - Museums liegt dabei in der Verbindung von einem innovativen, leistungsfähigen Forschungsinstitut für Montangeschichte (Montangeschichte ist die Geschichte der Gewinnung und Verarbeitung der Rohstoffe aus unserer Erde) und einem lebendigen, kreativen Museum.
Das Deutsche Bergbau - Museum zählt jährlich rund 400.000 Besucher und hat sich zum Ziel gesetzt, dem Laien wie auch dem Fachmann die Entwicklung des Bergbaus von den ersten Anfängen an im wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Umfeld anschaulich darzustellen und einen umfassenden Einblick in die Gegebenheiten und Techniken des Steinkohlen- und Eisenerzbergbaus bis in die neueste Zeit zu vermitteln.
Dies geschieht über eine Fülle von Sammlungsgegenständen wie z.B. Originalmaschinen und -geräte sowie zahlreiche funktionsfähigen Modellen, die von den Besuchern zum Teil auch selbst in Gang gesetzt werden können. Diese Ausstellungsstücke befinden sich verteilt auf zwanzig Hallen in mehrere Etagen des Museumsgebäudes. Da die Welt des Bergbaus weithin unbekannt ist, zeigt das Museum dort neben technischen Modellen, Objekten und Maschinen auch Zeugnisse aus dem mit dem Bergbau verbundenen sozialen Leben sowie bergmännisch geprägte Kunst. So konnten wir eine wirklich sehr interessante und informative Sammlung bewundern, bei der man möglichst viel Zeit einplanen sollte, um sich alles ganz in Ruhe anschauen zu können.
Noch mehr begeistert hat uns aber das extra errichtete 2,8 km lange Anschauungsbergwerk unterhalb des Museumsgebäudes, durch das Führungen mit Demonstrationen einzelner Maschinen (sogar in der regionalen Ruhrpott-Mundart) stattfinden. Zu bestimmten Zeiten hat der Besucher aber auch die Möglichkeit selbstständig einem Rundweg zu folgen und dabei ausführliche Informationen zu den einzelnen Stollenabschnitten und Maschinen über Tonbänder zu erhalten.
Außerdem konnten wir auch noch auf das etwa 70m hohe Fördergerüst fahren, das ursprünglich Teil der Zeche "Germania" in Dortmund war und bei gutem Wetter einen weiten Blick über Bochum und das Ruhrgebiet bietet.
Bei diesem Ausflug haben wir natürlich wieder zahlreiche Fotos gemacht, die wir euch nicht vorenthalten möchten. Da bleibt uns nur noch eines zu wünschen: „Glück auf!“
Die Veröffentlichung der Bilder geschieht mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Bergbau - Museums in Bochum.