Am 18.09.2010 haben wir das Archäologische Freilichtmuseum in Oerlinghausen besucht.
Das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen (Kurzform AFM Oerlinghausen) wurde 1936 durch Hans Reinerth am zwischen der Senne und dem Teutoburger Wald liegenden, bewaldeten Barkhauser Berg als „Germanen-Gehöft“ gegründet. Heute wird das Museum von der Stadt Oerlinghausen und dem Landesverband Lippe betrieben.
Auf einer Fläche von etwa 1,5 ha werden dort nach archäologischen Befunden rekonstruierte Anlagen menschlichen Lebens und Wohnens gezeigt. Vom Sommerlager eiszeitlicher Rentierjäger bis zur frühmittelalterlichen Hofanlage erhält man dabei in sechs großen Baugruppen einen Eindruck vom prähistorischen Alltag. Dazu gehören z.B. auch steinzeitliche, bronzezeitliche und eisenzeitliche Wohnstallhäuser. Das Prunkstück des Museums ist die Rekonstruktion eines sächsischen Langhauses nach Befunden aus dem 7. Jahrhundert n. Chr.
Seit 1986 ist das Museum bestrebt, in den einzelnen Zeitabschnitten auch die typische natürliche Vegetation und entsprechende Nutzpflanzen anzubauen. Eine kleine Attraktion sind die Rückzüchtungen mittelalterlicher Weideschweine, die in nach historischen Bedingungen angepassten Gehegen gehaltenen werden.
Schwerpunktmäßig ausgerichtet ist das Angebot des Museums auf Kinder und Jugendliche. Dazu werden entsprechende museumspädagogische Erlebnis- und Aktionsbetreuungen angeboten. Für Erwachsene werden vielfältige historische Informationen bereitgehalten.
Bekannt ist das AFM Oerlinghausen auch für sein umfangreiches Seminarprogramm, z. B. zu den Themen Bogenbau oder Färben mit Pflanzenfarben und durch verschiedene Veranstaltungen wie die Steinzeittage, Franken und Sachsen, Römer und Germanen oder „Die Wikinger kommen“.
Genau zu solch einem Wikinger-Wochenende, das jedes Jahr im September stattfindet, waren wir nun im Museum zu Gast.
Thema war dabei nicht nur das Leben der Wikinger, sondern auch dasjenige der Menschen angrenzender Regionen. Als Besucher begegneten wir deshalb auch Darstellern von salischen Ministerialien oder von slawischen Händlern. Die kulturelle Vielfalt durfte somit dem damaligen Lebensbild recht nahe gekommen sein.
Uns hat es dort sehr gut gefallen und wir haben natürlich auch einige Fotos gemacht, die ihr wie gewohnt links in der Navigationsleiste finden könnt. Klickt dazu einfach auf das entsprechende Datum!
Die Veröffentlichung der Bilder geschieht mit freundlicher Genehmigung des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen.